E-Auto-Flaute in den USA: BMW spürt Absatzdämpfer
Der US-Automarkt schwächelt – und trifft selbst Premiumhersteller wie BMW. Besonders Elektroautos geraten unter Druck.
Der US-Markt wird für BMW zur Herausforderung. Im ersten Quartal 2026 musste der Autobauer einen Rückgang hinnehmen: Die Verkäufe der Kernmarke BMW sanken um 3,9 Prozent auf 84.231 Fahrzeuge. Noch deutlicher fiel das Minus bei der Kleinwagenmarke Mini aus – hier ging der Absatz um 10,2 Prozent zurück.
Besonders auffällig: der Einbruch bei Elektroautos. Die Verkäufe von elektrifizierten Modellen – also batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden – halbierten sich nahezu und lagen bei unter 10.000 Einheiten. Ein deutliches Signal für die schwächelnde Nachfrage.
Subventionen gestrichen
Ein zentraler Grund für die Entwicklung liegt in der US-Politik. Die Regierung unter Präsident Donald Trump hat Subventionen für elektrische Antriebe gestrichen und gleichzeitig Abgasregeln angepasst. Das hat spürbare Folgen für den Markt: Elektroautos verlieren an Attraktivität, die Nachfrage bricht ein.
Die Auswirkungen treffen nicht nur BMW. Auch große US-Autokonzerne wie Ford, General Motors und Stellantis mussten ihre Strategien anpassen. Milliardenabschreibungen zeigen, wie tief der Einschnitt ist.
BMW sieht sich im Vorteil
Trotz der Rückgänge zeigt sich BMW vergleichsweise stabil. Laut US-Chef Sebastian Mackensen spiegeln die Zahlen die allgemeine Marktentwicklung wider. Im Vergleich zum Gesamtmarkt habe sich das Unternehmen gut behauptet.
Das deutet darauf hin, dass der Rückgang weniger ein spezifisches BMW-Problem ist, sondern Ausdruck eines breiteren Trends: Der US-Automarkt, insbesondere im Bereich Elektromobilität, befindet sich in einer Phase der Unsicherheit.
Kommentare