Jobkrise eskaliert: In diesem Bundesland explodiert die Arbeitslosigkeit
Der heimische Arbeitsmarkt gerät spürbar unter Druck: Die Zahl der Arbeitslosen steigt immer weiter an. Im vergangenen Jahr waren hier im Schnitt knapp 9 Prozent mehr Bürger ohne Beschäftigung als noch in 2024.
Im Jahr 2025 waren im Schnitt 38.779 Menschen in der Steiermark ohne Beschäftigung gemeldet. Das entspricht einem Zuwachs von 8,8 Prozent beziehungsweise 3.134 Personen im Vergleich zum Jahr 2024. Berücksichtigt man zusätzlich jene, die sich in Schulungsmaßnahmen befinden, ist die Zahl sogar noch höher: Insgesamt sind es dann durchschnittlich 46.909 Personen.
Frauen und Ältere besonders betroffen
Die Entwicklung trifft nicht alle gleichermaßen. Frauen verzeichneten mit einem Plus von 11 Prozent einen stärkeren Anstieg als Männer, bei denen die Arbeitslosigkeit um 7,2 Prozent zunahm.
Auch ältere Arbeitnehmer geraten zunehmend unter Druck. Besonders die Gruppe der über 50-Jährigen ist überdurchschnittlich betroffen – ein Trend, der sich bereits seit Jahren abzeichnet.
Langzeitarbeitslosigkeit als zentrale Herausforderung
Ein besonders kritischer Punkt bleibt die Langzeitarbeitslosigkeit. Gründe dafür sind unter anderem fehlende oder nicht mehr zeitgemäße Qualifikationen.
Hinzu kommt, dass rund drei Viertel der Arbeitslosen entweder lediglich einen Pflichtschulabschluss oder eine Lehre vorweisen und damit oft Schwierigkeiten haben, in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Deutliche Unterschiede zwischen den Regionen
Ein Blick auf die einzelnen Regionen offenbart erhebliche Unterschiede. In urbanen Zentren ist die Situation besonders angespannt. In Graz liegt die Arbeitslosenquote bei fast elf Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt. Auch die Bezirke Leibnitz und Voitsberg weisen überdurchschnittlich viele Arbeitssuchende auf.
Deutlich entspannter ist die Lage hingegen in anderen Teilen des Landes. Im Bezirk Murau liegt die Quote bei unter vier Prozent, gefolgt von Weiz, wo die Arbeitslosigkeit ebenfalls vergleichsweise niedrig ist.
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