Der Aufstieg war mit Blut getränkt. Der dreißigjährige Krieg, Napoleon, die deutsch-französischen Kriege und zwei Weltkriege konnten Europa jedoch nicht in die Knie zwingen.

So gut wie alle Entdeckungen und Erfindungen vom Buchdruck über alle Wärmekraftmaschinen bis hin zur Genetik stammen aus Europa und den USA, also Gebieten, die als „der Westen“ bekannt sind. Gelegentlich wird darauf hingewiesen, dass Araber die Astronomie und unsere zehn Ziffern nach Europa gebracht haben. Die Astronomie haben aber nicht Araber, sondern Babylonier (Perser) entwickelt, und unsere Ziffern stammen aus Indien, wie wir heute wissen. Zu Beginn der Renaissance begann Europa, also der Kontinent der Christen und Juden, allen anderen Regionen kulturell und wissenschaftlich davonzulaufen. Gleichzeitig übernahmen in den muslimischen Ländern Theologen das Kommando und entwarfen die Scharia, eine Verfassung des Grauens.

Keine Freiheit

Unter der Scharia gibt es keine Religionsfreiheit, gibt es keine Freiheit der Rede, gibt es keine freie Presse, gibt es keine Gleichheit vor dem Gesetz (laut Scharia dürfen Muslime und „Ungläubige“ nicht gleichgestellt werden), gibt es reduzierte Rechte für Frauen, kann es niemals eine Demokratie westlicher Prägung geben, weil dies die unerlaubte rechtliche Gleichstellung von Muslimen und Nicht-Muslimen bedeuten würde. Es besteht keine Möglichkeit, die Gesetze der Scharia zu ändern, da diese bereits die vollständige Wahrheit enthält. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die der Scharia und dem Koran widersprechen, sind null und nichtig.

Der nationalsozialistische und der muslimische Antisemitismus haben bekannte Ursachen. Es handelt sich um die Rassenlehre der Nationalsozialisten und die Angriffe gegen die Juden im Koran. Die wahre Ursache des modernen Antisemitismus liegt jedoch in der dunkelsten Macht der menschlichen Psyche. Es ist tiefer Neid, und das erklärt auch den linken Antisemitismus, der sich als „Antizionismus“ maskiert.

Wirre Ansichten

Europäische Philosophen bemerkten irgendwann, dass Astronomen neue Planeten entdeckten, Dampflokomotiven herumfuhren und Biologen mit Hilfe von Mikroskopen Zellen entdeckten. Schließlich fegten drei Orkane – moderne Biologie, Quantenphysik und Relativitätstheorie – alles weg, was als gesichertes Wissen galt. Das veranlasste einige Philosophen, sich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen, was ohne Kenntnis der Grundlagen schiefgehen musste. Friedrich Engels putzige „Dialektik der Natur“ interessieren heute nur noch Historiker. Im 20. Jahrhundert erfand ein origineller Geistesakrobat namens Paul Feyerabend eine Ideologie, die als „Anything goes“ (alles ist möglich) in die Geschichte einging. Feyerabend bezeichnete die Naturwissenschaften allen Ernstes als Aberglaube. In den Sechzigerjahren entstand aus seinen wirren Ansichten eine Thesensammlung, die so genannte „Postmoderne“. Feyerabends Bücher wie „Against Method“ wurden in manchen Kreisen mit Begeisterung aufgenommen. Hirngespinste gewannen die Oberhand. Was seither für Kunst erklärt wird, ist Kunst, was als Wissenschaft deklariert wird, ist Wissenschaft. Wer sich trotz eines Y-Chromosoms als Frau bezeichnet, ist eine Frau. So simpel ist postmoderne „Philosophie“. Naturwissenschaften wurden als bürgerlich und undemokratisch beschimpft. Einige Geisteskrieger des 20. Jahrhunderts begannen, die Naturgesetze zu „dekonstruieren“ und scheiterten grandios. Die Postmoderne als Inbegriff einer intellektuellen Nullnummer wird heute – außer in gewissen Geisteswissenschaften – nicht mehr ernst genommen.

Gebetsmühlen

Linke Ideologien drehen sich seit Jahrzehnten im Kreis. Ihre Gebetsmühlen lauten Rassismus, Sexismus, Kapitalismus, Kolonialismus. Inzwischen sind Genderismus und Wokismus dazu gekommen. Das ist die langweilige Retroplatte, die in Dauerschleife gespielt wird. Zur gleichen Zeit haben zahllose Juden Wissenschaft und Kultur erobert. In allen diesen Bereichen sind Juden auffällig überrepräsentiert. Sie bekamen ein Fünftel aller Nobelpreise – von den vielen Juden in Literatur und Musik ganz zu schweigen.

Das winzige Israel als westlich-demokratischer Vorposten im mittleren Osten ist ein Stachel im Fleisch der Scharia. Juden als Taktgeber der modernen Wissenschaften müssen den Hass gewisser Kreise hervorrufen, die außer verrückter Ideen nichts Wesentliches zur Kulturgeschichte der Menschheit beitragen können.

Bruch der Juden mit den Linken

Der jüdische Student und Kolumnist Noam Petri brachte das Problem auf den Punkt. Er warnt in einem Essay, jüdisches Leben in Deutschland sei gefährdet, solange Juden an der Linken festhalten. Er fordert einen klaren Bruch der Juden mit den Linken und kritisiert die zunehmende islamistische Einflussnahme auf linke Parteien. Petri meint, dass die Morde vom 7. Oktober 2023 in Israel nur freigelegt haben, was längst existierte. In den deutschen Universitäten hätten sich radikale Gruppen etabliert, die – „extrem gut organisiert“ – in offenen Allianzen zwischen Linksextremen und islamistischen Organisationen auftreten. Hörsaalbesetzungen, Sachschäden und Einschüchterungen treffen auf Universitätsleitungen, die ängstlich den Mund halten.

Gegen Teilorganisationen der Antifa, die mit dem Islamismus unter einer Decke stecken, hilft keine Appeasement-Politik. Der Lärm, den linke Hamas-Bewunder machen, wenn sie mit Palästinenserflaggen auf die Straße gehen und das dröhnende Schweigen zu den Verbrechen der Mullahs zeigen, wie verlogen die Antifa ist.

Ein jammervolles Bild geben einige bürgerliche Politiker ab, die immer noch glauben, die antisemitische Linke mit ihrer Begeisterung für eine frauen- und demokratiefeindliche Religion sei harmloser als die Parteien hinter der „Brandmauer“. Wir brauchen wieder Führungsfiguren wie Konrad Adenauer, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Margaret Thatcher. Georgia Meloni macht noch keinen europäischen Sommer. Was wir zurzeit haben, ist – mit wenigen Ausnahmen – zweite und dritte Wahl. Die Hoffnung auf mehr politischen Mut als Voraussetzung für einen langfristigen österlichen Frieden bleibt uns vorerst verwehrt.