Bei erneuten Angriffen mutmaßlicher Jihadisten im Nordosten Nigerias sind nach Angaben der Polizei fünf Menschen getötet worden. Kämpfer hätten am Samstag ein Polizeihauptquartier in Nganzai im Bundesstaat Borno angegriffen und dabei vier Beamte getötet, teilte die Polizei mit.

Die Angreifer, die nach Polizeiangaben der Gruppe Boko Haram oder dem Islamischen Staat in Westafrika (Iswap) zugerechnet werden, hätten versucht, die Kontrolle über eine gesamte Ortschaft zu übernehmen. Die Sicherheitskräfte hätten sich ein Gefecht mit den Angreifern geliefert und diese schließlich zurückgedrängt.

Immer wieder Gräueltaten

Bei einem weiteren Angriff nahmen demnach Jihadisten einen Sicherheitsposten an einem Lager für Vertriebene in Damasak nahe der Grenze zum Niger ins Visier. Dabei wurde ein Mitglied örtlicher Sicherheitskräfte getötet. Zudem brannten die Angreifer nach Polizeiangaben rund 20 Häuser nieder.

Im Nordosten Nigerias verüben Jihadisten – vor allem die Gruppe Boko Haram und die konkurrierende Gruppierung Iswap – immer wieder Gräueltaten. Seit 2009 wurden dabei nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 40.000 Menschen getötet und rund zwei Millionen Menschen vertrieben.