Brisanter Schlagabtausch im Corona-Untersuchungsausschuss in Südtirol: Mehrere geladene Experten haben laut der Abgeordneten Renate Holzeisen (Liste VITA) massive Kritik an Maßnahmen und Impfstoffen geäußert – und politische Blockaden beklagt.

Auszug aus der Stellungnahme nach dem Ausschuss von Abgeordneten Renate Holzeisen.Renate Holzeisen/Screenshot

Experten mit drastischen Aussagen

Wie Holzeisen in einer Aussendung berichtet, hätten mehrere internationale Experten im Ausschuss anhand von Daten argumentiert, dass viele Corona-Maßnahmen nicht gerechtfertigt gewesen seien. Auch die Wirksamkeit der Impfstoffe wurde von den geladenen Fachleuten infrage gestellt. Besonders brisant: Laut Holzeisen sehen einige Experten Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem seit 2021 beobachteten Geburtenrückgang und den Covid-Impfungen. Sie fordert weitere Untersuchungen dazu.

Für zusätzlichen politischen Zündstoff sorgt ein Konflikt im Ausschuss: Vertreter von Südtiroler Volkspartei (SVP) und Grünen hätten laut Holzeisen eine weitere Expertenanhörung zu diesem Thema vorerst blockiert. Sie spricht von „Mauern“ und fehlendem Aufklärungswillen.

Kritik an Umgang im Ausschuss

Auch der Ablauf der Sitzung sorgt für Kritik: Einer Expertin sei laut Holzeisen ein Abschlussstatement verwehrt worden. Zudem sei ein Experte mit dem Vorwurf konfrontiert worden, ein „Corona-Leugner“ zu sein. Die dargestellten Positionen stammen aus der Aussendung der Abgeordneten und sind politisch umstritten. Offizielle Stellen oder unabhängige Behörden bestätigten diese Einschätzungen bislang nicht.