Die Vorwürfe stützen sich unter anderem auf Handy-Videos, die der Mann selbst aufgenommen haben soll. Über den spektakulären Fall berichtet das Portal Samnytt.

Al Khleef Almasalmeh soll dabei 2015 während der europäischen Migrationskrise mit seinen Eltern und fünf Geschwistern nach Schweden gekommen sein. Drei Jahre später wurde er eingebürgert und konnte deshalb auch nach begangenen Straftaten nicht abgeschoben werden. Bereits zuvor war er mehrfach straffällig geworden: Er gehörte einer kriminellen Gang an und war unter anderem wegen Raubes sowie der Erniedrigung mehrerer schwedischer Jugendlicher mit einer Schusswaffe verurteilt worden. Trotz dieser Vorgeschichte stellte die Heimhilfe in Örebro ihn im März des vergangenen Jahres ein. Verantwortlich für die Einstellung war der Leiter der Einrichtung, Maid Prnjavorac.

Übergossen mit eiskaltem Wasser

Nun steht Al Khleef Almasalmeh vor Gericht. Die Ermittlungen, so Samnytt, umfassen insgesamt 15 Betroffene, der älteste ein 99-jähriger Mann. In einem der Videos ist eine 92-jährige Schwedin zu sehen. Der 22-Jährige sagt zu ihr, während er auf sie zeigt: „Du siehst aus wie ein Affe!“ Dann greift er ihr an die Nase, zieht daran und macht ein quietschendes Geräusch. Anschließend beschimpft er die Frau auf Arabisch: „Du Hure! Ich schwöre, ich werde dich verfluchen!“ und „Iss Scheiße, du Hure!“

In anderen Aufnahmen quält er einen 81-jährigen Mann. Zunächst beschimpft er ihn wiederholt als „Hurensohn“. Dann übergießt er ihn im Duschraum mit eiskaltem Wasser und schreit auf Arabisch: „Ich schwöre bei Allah, dass ich dich zum Erfrieren bringen werde.“

Die Videos wurden bei einer anderen polizeilichen Ermittlung auf dem Handy des Mannes entdeckt. Ende November vergangenen Jahres wurde Al Khleef Almasalmeh vorübergehend vom Dienst suspendiert, allerdings bei vollem Gehalt. Bereits am 2. Januar dieses Jahres durfte er jedoch zurückkehren. Der Leiter der Heimhilfe, Maid Prnjavorac, erklärte gegenüber der Polizei: „Da wir nicht mehr über die Ermittlungen wissen, können wir ihn nicht länger als einen Monat suspendieren.“

Erst am Morgen des 19. Januar wurde der 22-Jährige festgenommen. Prnjavorac wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben.

Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partner-Portal NiUS erschienen.