Keine Hoffnung mehr für Buckelwal „Timmy“!
Experten und Behörden haben die Hoffnung aufgergegeben, den im flachen Wasser der deutschen Ostsee vor Wismar festliegenden Buckelwal zu retten. “Wir gehen davon aus, dass das Tier dort verstirbt”, sagte der Experte Burkard Baschek am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit dem Umweltminister. Es sei Zeit, “ihn gehen zu lassen”.
Die Rettungsversuche wurden eingestellt. Das Tier solle an seinem jetzigen Liegeplatz in Ruhe gelassen werden, sagte Backhaus, der von einem sehr emotionalen Tag sprach. Ein Sprecher des Umweltministeriums bestätigte, dass es am Dienstagabend und in der Nacht keine weitere Rettungsaktion für den Buckelwal vor Wismars Ostseeküste gegeben hat. Man wollte dem Tier Ruhe gönnen, um doch noch eine Rettung zu ermöglichen. „Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnen kann, dem Tier Ruhe zu gönnen. Diese Ruhe werden wir ihm nun geben“, hieß es noch am Morgen, doch die Lage blieb kritisch. Der bereits mehrfach gestrandete Wal hatte sich am Dienstag im flachen Wasser vor der Insel Poel festgesetzt.
Liegeposition des Wals ungünstig
In der Mitteilung hieß es, die Liegeposition des Wals sei ungünstig, da das Wasser in der Umgebung sehr flach sei. Zudem sei die Bucht sehr verwinkelt. Das Tier war zwischenzeitlich abgetaucht, wurde aber am Dienstagvormittag erneut gesichtet. Zunächst schwamm es frei, doch dann teilten Umweltminister Backhaus und Greenpeace mit, dass der inzwischen „Timmy” genannte Meeressäuger wieder festsaß. Allerdings liege er so auf, dass er sich selbst hätte befreien können – wenn er denn wollte.
Bereits seit Anfang März war der Wal laut Behördenangaben immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar. In der Nacht auf den 23. März strandete der Buckelwal auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand (Schleswig-Holstein). Es gelang dem Tier, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er vor Wismar in flachem Wasser gesichtet. Am Montagabend schwamm er los. Seit Dienstagmittag ist bekannt, dass er wieder festsitzt.
Kommentare