Politische Sprengkraft? Diese Nationalitäten gehen öfter zum Arzt
Neue Zahlen aus dem Gesundheitsministerium haben es in sich: Türken und Iraner gehen in Österreich deutlich öfter zum Arzt als Österreicher. Die Statistik dürfte die Debatte jetzt weiter anheizen.
Neue Zahlen aus dem Gesundheitsministerium bringen ordentlich Brisanz in die Debatte um Österreichs Gesundheitssystem. Denn bei den Arztbesuchen stechen ausgerechnet zwei Nationalitäten klar hervor: Türken und Iraner gehen im Schnitt öfter zum Arzt als Österreicher.
Die Zahlen sind deutlich: Während Österreicher auf rund 14 Arztbesuche pro Jahr kommen, liegen türkische Staatsbürger bei 16,1 Besuchen. Iranische Staatsbürger kommen auf 15,3 Arztkontakte jährlich. Damit liegen beide Nationalitäten spürbar über dem heimischen Durchschnitt.
Sprengstoff für die politische Debatte
Genau diese Daten dürften jetzt für neuen Wirbel sorgen. Seit Monaten wird heftig darüber gestritten, wer das Gesundheitssystem wie stark in Anspruch nimmt. Nun liegt eine offizielle Auswertung auf dem Tisch – und die hat es in sich.
Abgefragt wurden Staatsangehörige aus Afghanistan, afrikanischen Staaten, Indien, Iran, Irak, Libyen, Pakistan, Syrien, der Türkei und der Ukraine. Doch aus der gesamten Liste stechen vor allem zwei Nationalitäten heraus: Türken und Iraner.
Besonders auffällig: Menschen aus Libyen kommen nur auf 6,5 Arztbesuche pro Jahr, Staatsangehörige aus afrikanischen Staaten auf 12,7. Türkische und iranische Staatsbürger liegen damit klar an der Spitze.
685 Anfragen
Für zusätzlichen Zündstoff sorgt auch der politische Streit rund um die Anfragen selbst. Laut Ministerium richtete die FPÖ seit der Angelobung der neuen Bundesregierung 685 parlamentarische Anfragen an das Ressort.
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