Laut der Bundespolizei handelte es sich um Softair-Böller. Die betroffenen Fahrgäste erlitten unter anderem Knalltraumata.

Nachdem zunächst Schüsse im ICE gemeldet worden waren, rückte die Polizei mit schwer bewaffneten Beamten an und evakuierte den Zug. Laut der Sprecherin der Bundespolizei habe der 20-Jährige mit einem Anschlag gedroht und ein Messer im Rucksack gehabt. Details nannte sie nicht. Zu den Motiven des Mannes wird noch ermittelt.

Tatverdächtiger auf der Zugtoilette eingeschlossen

Laut dem Sprecher der Siegburger Polizei hatte der Tatverdächtige zunächst die Böller gezündet und sich dann auf eine Zugtoilette zurückgezogen. Ein Fahrgast habe ihn dort eingeschlossen, bis der Zug am Bahnhof eintraf. Der 20-Jährige wurde von der Bundespolizei aus der Toilette geholt und befindet sich nun in Gewahrsam der Siegburger Polizei.

Insgesamt befanden sich rund 150 Fahrgäste in dem Zug, die den Zug verlassen mussten und von der Feuerwehr versorgt wurden. Viele von ihnen sind Urlaubsreisende, die mit Koffern auf dem Bahnsteig standen. Der Zug wird vorsichtshalber komplett untersucht und bleibt so lange am Bahnsteig stehen.