Terror-Alarm zu Ostern? IS ruft zu Anschlägen auf
Schockierende Drohung zu Ostern: Die Terrororganisation „Islamischer Staat” (IS) hat zu Brandanschlägen auf Kirchen und Synagogen in Europa und den USA aufgerufen. Der perfide Aufruf sorgt international für Alarmstimmung. Besonders brisant ist, dass die Hetze offen über ein Propagandablatt verbreitet wird.
Es ist ein Aufruf, der weltweit für Entsetzen sorgt: Wie unter anderem The New York Post berichtet, hat die islamistische Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in ihrem Propagandablatt „al-Naba“ offen zu Anschlägen auf religiöse Einrichtungen aufgerufen. Ziel sind ausgerechnet Kirchen und Synagogen, also Orte, an denen sich gerade zu Ostern besonders viele Christen und Juden versammeln.
ISIS has called on Muslims to set fire to churches and synagogues around the world on Easter weekend.
— Visegrád 24 (@visegrad24) April 2, 2026
The group called for attacks in the US, Europe, Russia, UAE, Syria, Tunisia, and Morocco in response to the closure of al-Aqsa Mosque in Jerusalem. pic.twitter.com/8sy8ecPT7B
IS ruft offen zu Brandanschlägen auf
In der am Donnerstag veröffentlichten aktuellen Ausgabe von „al-Naba“ richtet sich der IS mit einer erschütternden Botschaft an seine Anhänger.
Darin heißt es wörtlich: „Angesichts der Tragödie der Schließung der gesegneten Al-Aqsa-Moschee ist es die Pflicht aller Muslime, […] sich zu erheben und die jüdischen Synagogen in Brand zu setzen, die über Amerika, Europa, Russland, Indien und anderswo verstreut sind.“
Die Drohung beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Regionen. Auch Synagogen in Ländern wie Tunesien, Marokko, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Syrien werden explizit genannt. Zusätzlich wird in dem Propagandatext zu Angriffen auf Kirchen aufgerufen.
Bezug auf Al-Aqsa-Schließung
Der IS nennt die Schließung der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem durch israelische Behörden als Begründung für den Aufruf. Diese Maßnahme wurde Ende Februar unter Verweis auf die „Sicherheitslage” getroffen, unter anderem im Zusammenhang mit Warnungen gegenüber dem Iran. Gleichzeitig wurden auch größere Menschenansammlungen an anderen religiösen Stätten in Jerusalem verboten.
Die Entscheidung sorgt für Spannungen: Palästinensische Behörden kritisieren die Sperre scharf, jüdische Gruppen fordern Zugang für religiöse Rituale. Der IS greift diese Situation gezielt auf und nutzt sie für seine Propaganda.
Aufruf zu weiteren Terrorakten
Neben Brandanschlägen ruft die Terrororganisation auch zu weiteren Angriffen auf.
In einem Propagandatext werden die Anhänger dazu aufgefordert, „jüdische Versammlungen“ weltweit ins Visier zu nehmen. Zudem wird explizit dazu aufgerufen, den „Sydney-Helden“ nachzueifern – ein Verweis auf die Terroranschläge während des Chanukka-Festes im Jahr 2025 in Australien, bei denen 16 Menschen getötet und 40 weitere verletzt wurden. Der IS behauptet außerdem, in der vergangenen Woche bei „15 Operationen” 60 Menschen getötet zu haben.
Propaganda und Eskalation
Der veröffentlichte Text zeigt erneut, wie die Terrororganisation gezielt internationale Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert.
Die Verbindung von religiöser Symbolik, geopolitischen Spannungen und konkreten Gewaltaufrufen macht die Drohung besonders brisant – insbesondere vor dem Hintergrund der nahenden Osterfeiertage.
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