Die Arbeiten am großflächigen Porträt, das an der Rückseite des LGBTQ+-Clubs „The Dark Lady“entstehen sollte, wurden abgebrochen. Hintergrund ist Kritik aus der lokalen Politik, die sich gegen dessen Finanzierung durch Tech-Milliardär Elon Musk richtet. Der demokratische Bürgermeister Brett Smiley erklärte, der Mord an Zarutska sei zwar „eine verheerende Tragödie“, doch die Initiative hinter den Wandgemälden wirke „spaltend“ und entspreche nicht den Werten der Stadt.

„Keine Führungsstärke, sondern Zensur“

Unterstützung kommt hingegen aus dem republikanischen Lager. Dort wird betont, dass es sich um ein künstlerisches Erinnerungsprojekt handle und Meinungsfreiheit geschützt werden müsse. „Die Anordnung, es entfernen zu lassen, ist keine Führungsstärke, sondern Zensur“, kritisierte die Republikanerin Jessica de la Cruz.

Der Künstler Ian Gaudreau zeigte sich enttäuscht über die Entwicklung. „All diese aufgeheizte politische Hetze hat Irynas Menschlichkeit aus ihrer Geschichte verbannt“, sagte er. Seine Absicht sei es gewesen, an das Opfer zu erinnern und nicht, eine politische Debatte auszulösen.

Inzwischen wurde entschieden, die Arbeiten einzustellen und das bereits begonnene Wandbild zu entfernen. Damit endet ein Projekt, das ursprünglich als Zeichen des Gedenkens gedacht war.