Auf Steuerzahlerkosten: 25.000 Euro für Sportprojekt in Algerien
Steuergeld für ein NGO-Projekt in Algerien: Eine parlamentarische Anfrage deckt auf, wie 25.000 Euro aus dem Sportbudget vergeben wurden. Viele Details bleiben unklar – und werfen neue Fragen zur Kontrolle auf.
Eine aktuelle parlamentarische Anfrage an das Sportministerium offenbart eine weitere umstrittene Förderung: 25.000 Euro aus Bundesmitteln gingen an den Verein „Sport Inclusion Network – Netzwerk Sport und soziale Inklusion (SPIN)“ für ein Projekt im Bereich Sport und Entwicklungszusammenarbeit – mit Bezug zu Algerien.
Wie aus der Anfragebeantwortung von Vizekanzler Andreas Babler hervorgeht, wurde der Antrag im Mai 2024 gestellt und im November desselben Jahres final eingereicht. Bereits wenige Tage später erfolgte die Genehmigung. Rechtsgrundlage war das Bundes-Sportförderungsgesetz sowie ein spezielles Förderprogramm für internationale Sportprojekte.
4.500 Euro an Eigenmitteln
Das Ministerium betont, dass die Mittelverwendung über Zwischen- und Endberichte kontrolliert werde. Eigenmittel des Vereins beliefen sich laut Angaben auf rund 4.500 Euro. Die Förderung selbst wurde im Sportbericht 2024 veröffentlicht.
Brisant: Konkrete Details zur tatsächlichen Umsetzung oder Wirkung des Projekts bleiben vage. Auch zur Teilnahme von Ministeriumsmitarbeitern an Veranstaltungen des Vereins liegen laut Ressort keine Daten vor. Kosten im Zusammenhang mit Veranstaltungen seien nicht angefallen.
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