Die Diskussion rund um die staatlich geförderte Babler-Dokumentation „Wahlkampf“ reißt nicht ab. Nachdem bekannt wurde, dass insgesamt rund 553.000 Euro an öffentlichen Geldern in die Produktion geflossen sind, wächst nicht nur die politische Kritik, sondern auch der Unmut im Netz deutlich.

In sozialen Netzwerken sorgt der Fall für heftige Reaktionen. Viele Nutzer zeigen sich empört über den Einsatz von Steuergeld. „Für so etwas ist Geld da, aber bei wichtigen Bereichen wird gespart“, schreibt ein User.

Dabei bezieht sich ein weiterer Nutzer zudem auf die Aussage von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP), dass wir lieber eine Jacke anziehen sollen, anstatt zu heizen. „Wir sollen wohl aufs Heizen verzichten, damit wir solche Filme wie die Babler-Propaganda finanzieren können, richtig, liebe Regierung?“, heißt es dazu.

APA/GEORG HOCHMUTH

Auch grundsätzliche Kritik am Fördersystem wird laut: „Eine solche Verschwendung von Steuergeldern kann es doch einfach nicht geben“, lautet mehrfach der Tenor. Zudem wird wiederholt mehr Transparenz gefordert – etwa durch öffentlich einsehbare Förderlisten. „Ich will wissen, wohin mein Steuergeld fließt“, so ein Nutzer.

Scharfe Kritik aus der FPÖ

Scharfe Kritik kommt auch von der FPÖ: Kultursprecher Wendelin Mölzer spricht von einem „Selbstbedienungsladen auf Kosten der Steuerzahler“. Wenn Produktionen nahezu vollständig aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, untergrabe das jede wirtschaftliche Eigenverantwortung und widerspreche dem eigentlichen Zweck von Förderungen.

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