Die Einführung der neuen Schulfächer „Demokratie- und Medienbildung“ sorgt für heftige Kritik: Während das Bildungsministerium betont, das Konzept sei „in Zusammenarbeit mit allen Schulpartnern“ entstanden, zeichnet die Schülervertretung ein völlig anderes Bild.

Laut der Schülerunion seien zentrale Entscheidungen ohne echte Einbindung der Schüler getroffen worden. Besonders brisant: Auch die Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl sei nach eigenen Angaben nicht in den Prozess eingebunden gewesen.

Vorwürfe: Druck aus dem Ministerium

Wie exxpress berichtete, sei Scheidl sogar vom Kabinettschef persönlich unter Druck gesetzt worden, einem Vorschlag zuzustimmen. Sollte sich das bestätigen, würde das grundlegende Fragen zur Transparenz und Mitbestimmung im Bildungsbereich aufwerfen.

Die Schülerunion stellt sich demonstrativ hinter die Bundesschüler:innenvertretung und ihre Sprecherin. „Die Stimme der Schüler:innen Österreichs muss gehört und ernst genommen werden“, heißt es in einer Stellungnahme.

Protestaktion vor dem Ministerium

Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, griff die Schülerunion zu einer ungewöhnlichen Protestform: Eine Botschaft wurde direkt auf das Gebäude des Bildungsministeriums projiziert.

Mit Slogans wie „Ohne Mitbestimmung? Keine Zustimmung!“ sollte sichtbar gemacht werden, was aus Sicht der Schülerorganisation sonst im Verborgenen passiert.