Ein brisanter Bericht sorgt für Wirbel in der Bildungspolitik: Die 19-jährige Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kabinettschef von NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr. Laut „Heute“ soll ein Telefonat im Zuge der geplanten Lehrplanreform für die AHS-Oberstufe eskaliert sein.

Was war geschehen?

Auslöser war offenbar ein Streit um die umstrittenen Latein-Kürzungen. Die Schülervertretung fühlte sich laut Scheidl übergangen und unter Druck gesetzt, einer Einigung zuzustimmen. Als sie mehr Zeit für eine Stellungnahme einforderte, sei der Ton im Gespräch deutlich schärfer geworden. Die 19-Jährige spricht von einem emotionalen Ausbruch und massivem Druck – sie habe sich „eingeschüchtert“ gefühlt.

Besonders brisant: Während Minister Wiederkehr öffentlich von einer „guten Zusammenarbeit“ und Zustimmung der Schülervertretung sprach, widerspricht Scheidl deutlich. Von einer Einigung könne keine Rede sein.

Das Bildungsministerium weist die Vorwürfe entschieden zurück. Man habe die Bundesschülervertretung stets eingebunden, die Gespräche seien „sachlich und konstruktiv“ verlaufen. Persönliche Angriffe schließt man aus. Klar ist: Hinter den Kulissen der großen Schulreform brodelt es offenbar gewaltig.