Diese Umfrage trifft die Volkspartei ins Mark: Trotz groß inszenierter Maßnahmen gegen die Teuerung verliert die ÖVP massiv an Rückhalt. Die Bevölkerung scheint genug zu haben und kehrt der Kanzlerpartei den Rücken. Die FPÖ kann in der aktuellen Umfrage hingegen punkten und erreicht Spitzenwerte.

ÖVP verliert deutlich an Zustimmung

Die Zahlen sind ein Schock für die Regierungspartei: Laut der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte, Erhebungszeitraum: 23. bis 31. März) verliert die ÖVP 3 Prozentpunkte und erreicht nur noch 18 Prozent. Damit landet sie erstmals hinter der SPÖ, die sich leicht auf 19 Prozent verbessern konnte.

Besonders brisant ist, dass dieser Absturz trotz eines zentralen Prestigeprojekts der Regierung erfolgt. Die groß angekündigte Spritpreisbremse sollte eigentlich für Entlastung sorgen und die Stimmung drehen. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten. Die Wähler nehmen die Entlastung zwar wahr, honorieren sie politisch jedoch nicht. Das Vertrauen in die Regierung scheint verloren gegangen zu sein.

Wirtschaftskompetenz? Vertrauen am Boden

Für die Volkspartei wird die Lage zunehmend problematisch: Gerade bei der wirtschaftlichen Kompetenz, die lange zu ihren größten Stärken zählte, sinkt das Vertrauen spürbar. Die anhaltende Teuerung überlagert die präsentierten Regierungserfolge. Selbst rund um das einjährige Jubiläum gelingt es nicht, daraus politischen Rückenwind zu gewinnen.

Während die NEOS als Koalitionspartner leicht auf 8 Prozent zulegen und sich wieder ihrem Wahlergebnis annähern, bleiben sie klar hinter den Grünen zurück, die in der Umfrage bei 11 Prozent liegen.

FPÖ im Höhenflug

Die FPÖ ist der klare Gewinner dieser Umfrage. Mit 36 Prozent liegt die Partei stabil und mit deutlichem Abstand an der Spitze. In einer Zeit, in der viele Menschen unter Teuerung und Unsicherheit leiden und die Maßnahmen der Regierung offenbar nicht die erhoffte Wirkung zeigen, wächst die Sehnsucht nach einem politischen Kurswechsel. Genau davon profitieren die Freiheitlichen.

Herbert Kickl trifft mit seiner Linie und der Botschaft „Unser Geld für unsere Leute“ den Nerv vieler Wähler. Während die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik steigt, gelingt es der FPÖ, sich als starke Alternative zu positionieren und ihren Vorsprung weiter auszubauen.